ASPIRING: Saidou Dicko, Evans Mbugua, Raphael Adjetey Adjei Mayne, Kufa Makwavarara

30 Mai - 11 Juli 2020
VERLÄNGERT BIS 11. JULI

 

 

Nach der Gründung von Dependancen in Berlin und Kapstadt war die ursprüngliche Planung des ARTCO Teams, den Ausstellungsbetrieb im Seilgraben einzustellen und sich zukünftig ausschließlich auf die neuen Standorte und auf das internationale Messegeschäft zu konzentrieren. Nun hat sich erfreulicherweise die Möglichkeit ergeben, auch weiterhin Ausstellungen mit den Künstlern der Galerie in der Aachener Innenstadt durchzuführen.

Ab 01.05. hat der Aachener Kunstsammler Dieter Jacobs die ARTCO Geschäftsräume im Seilgraben übernommen. Er wird zukünftig unter dem Namen ARTCO Galerie Aachen, in enger Kooperation mit den übrigen Betrieben der ARTCO Gruppe die Galerie dort weiterführen. Der neue Inhaber der ARTCO Galerie Aachen ist ein Fan des zeitgenössischen Kunstgeschehens Afrikas und sammelt seit über 20 Jahren Kunst mit diesem Schwerpunkt. Dieter Jacobs bezeichnet sich selbst als Quereinsteiger und verfügt neben Kenntnissen der internationalen Kunstszene über einen soliden betriebswirtschaftlichen Background.

Eine noch vor der Corona Krise in Aachen geplante Ausstellung mit dem Titel „ASPRING“ wird nun unter seiner Leitung realisiert. Gezeigt werden vier künstlerische Positionen von aufstrebenden Kunstschaffenden Afrikas und der Diaspora. Neben bereits mehrfach gezeigten Künstlern der Galerie wie Saidou Dicko und Evans Mbugua präsentiert  Dieter Jacobs erstmalig Stoffcollagen von Raphael Adjetey Adjei Mayne und Leinwandarbeiten des jungen Malers Kufa Makwavarara in der ARTCO Galerie Aachen.

 

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 30.05. zwischen 11.00 und 17.00 Uhr und zum Besuch - unter Einhaltung der Abstandsregeln - laden wir herzlich ein.


Zu den Künstlern:


Saidou Dicko, geboren 1979 in Burkina Faso ist Autodidakt. Sein künstlerisches Ausdrucksmittel ist Fotografie und Malerei. Darüber hinaus kreiert er Installationen und realisiert Videoprojekte. In dieser Ausstellung sind neue Arbeiten aus seinem Werkzyklus „Schatten-Menschen“ zu sehen. Mit scheinbar kindlicher Freude erschafft Dicko seine Schattenwelten – die Bilder sind farbenfroh und geben das Licht des Südens – seiner afrikanischen Heimat – wieder. Dickos übermalten Fotografien vermitteln eine Botschaft die uns lehrt, Menschen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe, sozialer Herkunft, Ethnie, oder Religion wahrzunehmen. Der Schatten macht keine Unterschiede. Saidou Dicko lebt und arbeitet in Paris.

Raphael Adjetey Adjei Mayne wurde 1983 in Accra-Ghana geboren. Er studierte am Ghanatta College für Kunst und Design in Accra-Ghana. Seine bevorzugten Materialien sind Baumwolle und Leinen, die er mit bedruckten Stoffen zu ausdrucksstarken Materialcollagen verbindet. Die Kunst von Raphael Adjetey Adjei Mayne baut auf dem traditionellen Schneiderhandwerk seiner afrikanischen Heimat auf. Mit Nähmaschine, Pinsel und Pastellkreide hat er in den letzten Jahren seinen unverkennbaren Stil kreiert. Er verbindet Adinkra Symbole seines kulturellen Erbes mit Elementen der Popart und der Graffitikunst zu einem spannungsgeladenen Patchwork. Raphael Adjetey Adjei Mayne lebt in Düren.

Evans Mbugua, geboren 1979 in Nairobi, studierte zunächst in Kenia und später in Frankreich. Er erhielt 1997 seinen Bachelor of Arts. Das kreative Ausdrucksmittel von Evans ist die Hinterglasmalerei.  Er erzählt er bebilderte Geschichten, stellt Alltagsszenen dar und porträtiert Freunde und Kulturschaffende aus Paris. Die Malgründe Glas und Plexiglas geben ihm die Möglichkeit seine Subjekte durch Glanz und Reflexionen zu verschönern. Er verwendet Piktogramme als Stilmittel, um sein urbanes Umfeld darzustellen. 
Er lebt und arbeitet in Paris

 

Kufa Makwavarara, Jahrgang 1983, geboren in Harare, Zimbabwe studierte von 2001 bis 2003 im Visual Art Studio der Simbabwean National Gallery. Kufa Makwavarara ist ein aufmerksamer Beobachter seiner Umwelt. Obwohl der Künstler seit vielen Jahren in Kapstadt lebt, thematisiert er in seinen meist großformatigen expressiven Gemälden die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in seiner Heimat Zimbabwe. Dort wo er Missstände, Ungerechtigkeiten und politische Fehlentwicklungen mit Leinwand und Pinsel kommentiert, tut er dies in aller Deutlichkeit, jedoch nie ohne einen Schuss Ironie und Humor. Der Künstler ist ein akribisch arbeitender Maler, der jedes Detail mit großer Sorgfalt ausarbeitet. Schnelle und spontane Malakte sind ihm fremd. Seine Werke sind genauestens geplant und konzipiert. Er nimmt sich viel Zeit, deshalb sind auch immer nur einige wenige Gemälde im Kunstmarkt zu finden. Kufa Makwavarava gehört zu den vielversprechenden jungen Talenten des afrikanischen Kontinents, die im Begriff sind, die internationale Kunstszene zu erobern.