Utopia: Marcin Owczarek

30 Juli - 27 August 2020

Marcin Owczarek (geb. 1985) studierte an der Hochschule für Fotografie in Breslau; mit einer Auszeichnung für seinen Zyklus "Brave New World" schließt er dort ab. Owczarek interessiert sich für Schamanismus, Gnostik und Alchemie. Seine Kunst wurde auch vom Inhalt des "Tibetischen Totenbuches" sowie durch das Studium der Kulturanthropologie beeinflusst. Zurzeit lebt und arbeitet er in Belgien.

 

In seinen neuen Arbeiten thematisiert Marcin Owczarek in der für ihn typischen Ausdrucksweise der Fotocollage die Suche nach Utopia, die Suche nach dem Paradies.Unter dem Eindruck der menschgemachten Ausbeutung und zunehmenden Zerstörung der Erde wurde Owczarek von dem 1516 von Thomas More veröffentlichten Buch „Utopia“ zu seinen Arbeiten inspiriert. More beschreibt Utopia darin als den Ort in dem Menschen, Tiere und Natur in Harmonie leben und wo keine Kriege, Waffen und Mauern existieren.

 

In seinen mystisch erscheinenden Collagen nutzt Owczarek die Bedrohung der Tierwelt um auf die fortschreitende Zerstörung unseres Lebensraumes aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sind die Tiere aber auch Metapher für die Menschheit mit ihren Eigenschaften und Tugenden. Die Begegnung mit der Kunst von Marcin Owczarek führt beim Betrachter unweigerlich zur Reflektion über sich und sein Tun und Handeln vor dem Hintergrund der gewaltigen Herausforderungen, wie Klimawandel und Umweltzerstörung, mit denen die Menschheit konfrontiert ist.


Sein Appell: Die Ressourcen des Planten für zukünftige Generationen zu erhalten und Utopia zur Realität zu werden zu lassen.